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„Jesus Christus spricht:
'Ich bin das Brot des Lebens'
(Johannes 6, 35)
Wahrheit, die uns trägt?“
Wettbewerb
für Schülerinnen und Schüler
"Entdecken und Verstehen im
Evangelischen Religionsunterricht"
2009/2010 Unterricht: Pfr. Maik Fleck

Projektbeschreibung
Der äußere Anlass war die Kopie des Flyers der Ev. Kirche von Westfalen zum diesjährigen SchülerInnen-Wettbewerb in den Fächer der ReligionslehrerInnen Mitte Februar 2010.
In der folgenden Unterrichtsstunde sprachen sich eine breite Mehrheit der SchülerInnen zu einer Beteiligung am Wettbewerb mit einer Gemeinschaftsarbeit aus.
Die SchülerInnen verfügen bereits über gute Erfahrungen in der Erarbeitung eines gemeinsamen Projektes aus dem 1. Halbjahr 2009/10, als es um die Gestaltung einer Stellwand im Forumbereich der Schule zum Thema „Ideale Frau idealer Mann“ ging.
Für die Erarbeitung einer Gemeinschaftsarbeit wurden 5 Doppelstunden eingeplant. Im Vollzug verringerte sich die Zahl der Doppelstunden auf 3, einmal musste der Unterricht aufgrund einer schulischen Veranstaltung ausfallen, einmal aufgrund einer Erkrankung des Unterrichtenden. Diese Doppelstunde (5.3.2010) wurde allerdings von den SchülerInnen in Freiarbeit genutzt, um erste ‚mindmaps‘ zum Thema zu erstellen.
Aufgrund der knappen Zeit und in Auswertung der mindmaps wurde in einem ersten Arbeitsschritt (1 Doppelstunde: 12.3.2010) zunächst das Thema elementarisiert und erneut ‚mindmaps‘ zunächst in Einzelarbeit - zu fünf Unterthemen erstellt: Brot; Leben; Jesus; Wahrheit; Vertrauen. Aus den Einzel - mindmaps ergaben sich Neigungsgruppen mit der Aufgabe, eine gemeinsame mindmap zu jedem Thema zu erstellen und sie durch ein Schreibgespräch in jeder Gruppe zu diskutieren.. Die SchülerInnen mussten sich also zunächst einem Themenausschnitt zuordnen; sie mussten ihre eigenen Ideen im Gruppenprozess vertreten und sich in der Neigungsgruppe einigen.
Unterfüttert wurde der Diskussionsprozess durch den Rückgriff auf Unterrichtsthemen der letzten zwei Schuljahre. Die SchülerInnen führen über die Schuljahre hinweg eine kontinuierliche Mappe, sodass diese für Hintergrundinformationen zur Verfügung stand. Jedem Unterthema wurde von mir ein unterrichtlicher Zugang der letzten Jahre zugeordnet: Brot Passion Jesu; Christus Passion Jesu; Wahrheit Bonhoeffer; Vertrauen Bonhoeffer, Arbeit an der eigenen Biografie; Leben Biografiearbeit; Partnerschaft und Lebensformen.
Die zweite Doppelstunde (19.3.10) diente dazu, die verschriftlichten Ideen in einem kreativen Zugang zu erschließen. Also lautete die Aufgabenstellung, einen ‚künstlerischen Ausdruck‘ für jeden der fünf Themenbereiche zu finden.
Die Neigungsgruppen skizzierten jeweils ihren Vorschlag und bekamen die Aufgabe, die Themenverwirklichungen der übrigen vier Gruppen in den eigenen Vorschlag zu intergrieren. Es gab also dann fünf Vorschläge für eine Gesamtdarstellung des Wettbewerbsthemas. Die Vorschläge wurden vorgestellt und diskutiert und am Ende gab es die Entscheidung, einen der Vorschläge zu verwirklichen.
Schwierig erwies sich die Frage der gestalterischen Umsetzung. Eine Kleingruppe wurde beauftragt, für die nächste Stunde eine Skizze zu erstellen und dafür zu sorgen, dass entsprechende Materialien von allen SchülerInnen mitgebracht wurden. Da nur diese eine Doppelstunde noch zur Verfügung stand, musste alles gut abgesprochen sein.
Bis auf zwei Schüler waren alle SchülerInnen gut vorbereitet. Die Skizze war unter der Woche ohne Beisein und Initiative des Unterrichtenden ausgeführt und von den SchülerInnen diskutiert worden.
In der Doppelstunde (26.3.10) wurde dann arbeitsteilig weitergearbeitet. Eine Gruppe SchülerInnen arbeitete an der direkten Ausführung. Kleinere Gruppen formulierten eigene Gedanken zur Gestaltung des Wettbewerbsthemas.
Die SchülerInnen vereinbarten, dass die erläuternden Gedanken auf der Rückseite des entstandenen Wandbildes angebracht werden sollen. Die Gedanken stehen im Hintergrund und sollen eine erste Betrachtung und die eigenen Gedanken eines Betrachtenden nicht beeinflussen. Um sie noch dort anzubringen, fehlte dann allerdings die Zeit.
Entstanden ist ein dreiteiliges Wandbild 180x85 cm. Es orientiert sich an der Tradition dreigliedriger Altarbilder. Es hat keine klare Leserichtung, sondern will die drei Teile aufeinander bezogen wissen. Es arbeitet mit klaren, flächigen Formen, ohne besondere Perspektivität, um die zentralen Aussagen zu stützen.
Die Unterrichtsgruppe besteht aus 25 SchülerInnen, die zwei verschiedene Klassen 10 der Realschule Horn-Bad Meinberg besuchen. Sie werden von mir seit dem Beginn des Schuljahrs 2008/2009 unterrichtet. Die Unterrichtsgruppe zeichnet sich durch eine durchgängig hohe Motivation und die Bereitschaft, Unterricht selbst zu gestalten, aus. Darum erschien es mir möglich, auch in nur drei bzw. vier Doppelstunden mich dem Thema in einem Prozess zu nähern, der alle SchülerInnen beteiligt und zugleich ein gemeinsames Ergebnis hervorbringt.

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